Mit Interesse habe ich den Beitrag des Bundesturnierdirektor des Deutschen Schachbund zum Thema Deutsche Viererpokal gelesen. Beim Lesen des Beitrags ist mir besonders aufgefallen, dass der Deutsche Schachbund (mit wohl einigen Tausenden Vereinen) offensichtlich die Qualifikation für den European Club Cup völlig an die Deutsche Schachbundesliga (mit 16 Vereinen) abgegeben hat. Wie sonst ist zu erklären, dass es dort heißt:
"Der DSB hat auch versucht, das Turnier den Bundesligavereinen schmackhaft zu machen, indem einen der (derzeit vier!) Qualifikationsplätze des DSB für den European Club Cup im Pokal ausspielt wird. Das haben die Bundesligavereine nicht zugelassen und in ihrer Gesamtheit in der Versammlung des Schachbundesliga e.V. erklärt, dass sie kein Interesse am Pokalturnier haben"
Ich frage mich da - ob hier nicht der Schwanz mit dem Hund wedelt. Wie kann es sein, dass die vier Plätze für den European Club Cup nur unter den Mitgliedern der Schachbundesliga ausgespielt werden ?
Im Fußball hat z.B. jede Kreisliga-Mannschaft die Möglichkeit sich auf Landesebene für die 1.Hauptrunde des DFB-Pokals zu qualifizieren und dann sogar Deutscher Pokal-Sieger zu werden und am UEFA-Cup teilzunehmen. Diese Möglichkeit wird allen Vereinen außer den 16 Bundesligisten im Schach einfach genommen.
Was sind da eigentlich für Strukturen geschaffen worden, wenn man für das Ausspielen eines (von vier) Startplätzen für den European Club Cup als Deutscher Schachbund auf die Zustimmung der Schachbundesliga angewiesen ist ?
Hier der Beitrag:
http://www.schachbund.de/news/articl...1246007435.txt