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07.09.2007, 19:32
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Garry des Forums
DWZ/Elo: 1875
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Registriert seit: 04.2004
Ort: irgendwo in Nrw
Beiträge: 501
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3Punkte Regel im Schach
Was würdet ihr darüber denken, wenn man die Schachregeln, ähnlich wie im Fußball, ändern würde, so dass ein Remis nur 1/3 der Punkte bringt, die ein Sieg bringen würde?
Es würde definitiv wesentlich aggressiver zugehen und viel "remisgeschiebe" würde aufhören. Allerdings gibt es auch viele Abspiele und Stellungen, die auf ein Remis hinauslaufen. Was denkt ihr darüber?
Ich könnte mich durchaus mit der Regelung anfreunden, befürchte aber, dass es eventuell das Spiel kaputt machen könnte.
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08.09.2007, 01:41
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 03.2006
Beiträge: 426
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Zu einem Remisabspiel gehören immer zwei. Nimm mal die Kurzremisen raus und rechne die Remisquote in GM-Partien - wird wohl nur auf sowas wie 30% hinauslaufen statt 50-60% wie normal.
Und warum würde es das Spiel zerstören??? GMs spielen bei weitem nicht perfekt, siehe Partien zwisc´hen GMs und Comps (wobei Comps ja auch nicht perfekt sind...). Einen Mangel an guten entschiedenen Partien wird es also nicht geben.
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09.09.2007, 14:54
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alter Hase
DWZ/Elo: 1802
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Registriert seit: 08.2006
Ort: Erlangen
Beiträge: 192
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Ich bin gegen die Dreipunkteregel und denke, dass sich die Zahl der Remisen dadurch nicht groß verändern wird. Ein friedfertiger Spieler wird nicht zur "Kampfsau" nur weil er mehr Punkte für den Sieg bekommt.
Zudem stört mich die Abwertung des Remis.
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09.09.2007, 16:55
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 03.2006
Beiträge: 426
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Das würde aber mit Sicherheit die Anzahl der Kurzemisen verkürzen. Vergleiche mal Remisquoten z.B. bei Linares und in Sofia und du wirst feststellen, dass Kurzremisverbot Wunder wirken kann....
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09.09.2007, 17:13
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alter Hase
DWZ/Elo: 1802
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Registriert seit: 08.2006
Ort: Erlangen
Beiträge: 192
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Zitat:
Zitat von alexmagnus
Das würde aber mit Sicherheit die Anzahl der Kurzemisen verkürzen. Vergleiche mal Remisquoten z.B. bei Linares und in Sofia und du wirst feststellen, dass Kurzremisverbot Wunder wirken kann....
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Es geht hier um die 3-Punkte-Regel und nicht um ein Kurzremisverbot  .
Auch nach der 3-Punkte-Regel werden Spielerer Remis machen, sofern sie es wollen.
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09.09.2007, 18:16
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Rausschmeißer
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Registriert seit: 10.2006
Ort: Freudenstadt
Beiträge: 633
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Zitat:
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Auch nach der 3-Punkte-Regel werden Spielerer Remis machen, sofern sie es wollen
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Solche Spieler können dann aber nicht mehr gewinnen, es sei denn, alle Teilnehmer denken so.
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09.09.2007, 18:29
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Echter Kenner
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Registriert seit: 06.2007
Beiträge: 140
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die 3-punkte-regel ist total doof!!! Ich als Remisspieler hab dann voll die Nachteile!!! Deshalb finde ich die regel doof!!
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09.09.2007, 22:29
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Aktiver
DWZ/Elo: 1055
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Registriert seit: 12.2006
Ort: Omschberg
Beiträge: 31
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Diese Regelung wärde den natürlichen Ausgang der Schachpartie in fragestellen, das Remis
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11.09.2007, 15:35
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ich würde es begrüssen.
Spiele sowieso nie auf remie und ausserdem würd mich über mein erstes remie freuen ^^
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11.09.2007, 16:35
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Aktiver
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Registriert seit: 01.2005
Beiträge: 35
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Hallo,
aus meiner Sicht spricht viel für eine 3-Punkte-Regel:
- Kurzremisen  werden besonders gern in der letzten Runde von Turnieren gespielt, wenn beide vorn liegenden Spieler dann in die Preisgeldränge kommen. Bei einem 3-Punkte-System kann es aber deutlich mehr Verschiebungen geben, die Resultate sind nicht mehr so berechenbar.
- Es ist richtig, daß ein Remis die logische und natürliche Folge eines Kampfes zweier guter Schachspieler sein kann. Einige der schönsten Partien der Schachgeschichte endeten remis. Das gilt so aber auch für andere Sportarten wie Fußball etc.. Dort hat die 3-Punkte-Regel doch auch nicht geschadet. Es gibt ja noch einen Punkt für das Unentschieden!
- Bei Turnieren dürfte die Neigung zu "Remisvarianten" zurückgehen, weil ein "sicheres Unentschieden in der Tasche" nicht mehr reichen wird. Ich glaube, daß mancher GM daher eher eine zweischneidige Verschärfung denn eine Verflachung suchen wird. Für mich als Bewunderer gibt dies aufregendere Partien. Daß ein GM seinen Gewinn nicht mehr so leicht errechnen kann ist schließlich nicht mein Problem.
- Absprachen und andere Be*******reien wird es auch mit der 3-Punkte-Regel geben. Mit der bisherigen Regelung geht sowas aber noch viel öfter.
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11.09.2007, 23:04
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alter Hase
DWZ/Elo: 1802
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Registriert seit: 08.2006
Ort: Erlangen
Beiträge: 192
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Zitat:
Zitat von Lou_Cyber
Hallo,
aus meiner Sicht spricht viel für eine 3-Punkte-Regel:
- Kurzremisen  werden besonders gern in der letzten Runde von Turnieren gespielt, wenn beide vorn liegenden Spieler dann in die Preisgeldränge kommen. Bei einem 3-Punkte-System kann es aber deutlich mehr Verschiebungen geben, die Resultate sind nicht mehr so berechenbar.
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Da bin ich anderer Meinung! Ich denke, dass die 3-Punkte-Regel diesbezüglich maßlos überschätzt wird, da es eben auf die Situation vor der letzten Runde ankommt. Wenn es beiden Spielern reicht Remis zu spielen, so werden sie auch nach der 3-Punkte-Regel Remis machen. Ob solche Situationen dann seltener vorkommen, kann ich nicht beurteilen, evtl. sollte man bei bereits abgeschlossenen Open die Lage nach der Vorschlussrunde dementsprechend auswerten.
Zudem gibt es in der letzten Openrunde eine weitere Quelle von Kurzremisen. Diese sind die Spieler, die keine Chance mehr auf einen Preis haben und lieber einen angenehmen ruhigen Nachmittag verbringen (oder etwas früher die Heimreise antreten) anstatt sich ans Brett zu setzen und um die goldene Ananas zu spielen. Diese Spieler werden ebenfalls nach der 3-Punkte-Regel ein schnelles Remis machen.
Zitat:
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- Es ist richtig, daß ein Remis die logische und natürliche Folge eines Kampfes zweier guter Schachspieler sein kann. Einige der schönsten Partien der Schachgeschichte endeten remis. Das gilt so aber auch für andere Sportarten wie Fußball etc.. Dort hat die 3-Punkte-Regel doch auch nicht geschadet. Es gibt ja noch einen Punkt für das Unentschieden!
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Gerade der Fußball ist eher ein Beispiel gegen die 3-Punkte-Regel. Dort erhoffte man sich von dieser offensiveren Fußball und mehr Tore, da Siege stärker belohnt werden. Das ist allerdings nicht eingetreten.
Zitat:
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- Bei Turnieren dürfte die Neigung zu "Remisvarianten" zurückgehen, weil ein "sicheres Unentschieden in der Tasche" nicht mehr reichen wird. Ich glaube, daß mancher GM daher eher eine zweischneidige Verschärfung denn eine Verflachung suchen wird. Für mich als Bewunderer gibt dies aufregendere Partien. Daß ein GM seinen Gewinn nicht mehr so leicht errechnen kann ist schließlich nicht mein Problem.
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Ich meine, dass die 3-Punkte-Regel den Spielertyp nicht ändern wird, zumal das riskantere Spiel auch nach hinten losgehen kann. Letzteres ist meiner Ansicht nach der Grund, warum es beim Fußball mit dem offensiveren Spiel und den mehr Toren nicht funktioniert hat, man verliert bei der 3-Punkte-Regel eben mehr als nach der alten Regel. Und beim Schach dürfte es nicht anders kommen.
Zitat:
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- Absprachen und andere Be*******reien wird es auch mit der 3-Punkte-Regel geben. Mit der bisherigen Regelung geht sowas aber noch viel öfter.
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Das kann ich nicht nachvollziehen, v.a. da es bei abgesprochenen Partien eher um verkaufte Siege geht als um Remis (z.B. wenn es sich um eine Titelnorm oder eine Qualifikation handelt).
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11.09.2007, 23:12
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IM des Forums mit 2 GM-Normen
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Registriert seit: 03.2006
Beiträge: 426
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Du sagst, Fußball wurde nicht offensiver? Was hältst du dann von dem unter der 3-Punkte-Regel ungültigen "Auswärtsmodell"? Beispiel Fußball: bei der 2-Punkte-Regel hätte es sichere Meisterschaft bedeutet, wenn man die Hinrunde durchgewinnt und die Rückrunde durchremisiert (das führte bei guten Vereinen dazu, dass sie, wenn in Hinrunde gewonnen, in der Rückrunde gegen denselben Gegner sich nicht mehr angestrengt haben als fürs Remis nötig war). Heute ist es nicht so, tatsächlich, 17*3+17=68 Punkte genügen nicht immer zur Meisterschaft....
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11.09.2007, 23:32
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alter Hase
DWZ/Elo: 1802
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Registriert seit: 08.2006
Ort: Erlangen
Beiträge: 192
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Zitat:
Zitat von alexmagnus
Du sagst, Fußball wurde nicht offensiver? Was hältst du dann von dem unter der 3-Punkte-Regel ungültigen "Auswärtsmodell"? Beispiel Fußball: bei der 2-Punkte-Regel hätte es sichere Meisterschaft bedeutet, wenn man die Hinrunde durchgewinnt und die Rückrunde durchremisiert (das führte bei guten Vereinen dazu, dass sie, wenn in Hinrunde gewonnen, in der Rückrunde gegen denselben Gegner sich nicht mehr angestrengt haben als fürs Remis nötig war). Heute ist es nicht so, tatsächlich, 17*3+17=68 Punkte genügen nicht immer zur Meisterschaft....
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1. Zeige mir, dass der Fußball seit der Einführung der 3-Punkte-Regel offensiver wurde, bzw. dass mehr Tore seitdem erzielt wurden.
2. Was meinst Du mit "Auswärtsmodell?
3. Interessante Rechnung: Mannschaft A: 17*2 + 17*1 = 51
Mannschaft B: 32*2 + 1*1 + 1*0 = 65
Wo reicht das bitteschön zur Meisterschaft?
4. Meiner Meinung nach fördert die 3-Punkte-Regel eher die Langeweile.
Beweis: 2-Punkte-Regel: 2 Siege = 4 Punkte, 2 Remis = 2 Punkte => Der Rückstand kann durch einen Sieg aufgeholt werden
3-Punkte-Regel: 2 Siege = 6 Punkte, 2 Remis = 2 Punkte => Ein Sieg reicht nicht um den Rückstand aufzuholen.
Geändert von klaus74 (11.09.2007 um 23:48 Uhr)
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12.09.2007, 11:15
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Aktiver
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Registriert seit: 01.2005
Beiträge: 35
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Hallo Klaus,
Deine Bedenken gegen eine 3-Punkte-Regelung überzeugen mich nicht.
1. In der Situation "letzte Runde des Turniers" werden Spieler selbstverständlich wie bisher Remis spielen, wenn dies beiden hilft. Wir sind uns doch einig, daß mit 3 Punkten mehr Veränderungen möglich sind, falls die vorderen Bretter remisieren und ein Spieler aus dem Verfolgerfeld gewinnt. Ich sehe hier eher eine Chance auf spannende Finals.
Eine Beispielsrechnung für ein 5-rundiges Turnier, Stand nach 4 Spielen:
Spieler A: 3 Siege, 1 Remis
Spieler B: 3 Siege, 1 Remis
Spieler C: 3 Siege, 1 Niederlage
In der letzten Runde wird die Paarung A - B ausgelost (sehr wahrscheinlich).
Nach bisheriger Wertung haben A und B 3,5 Punkte, C hat 3 Punkte. Mit einem Remis haben sie je 4 Punkte. Damit kommt es allenfalls zu einem Punktgleichstand aller Spieler, falls C gewinnt. Sofern Spieler C die schlechtere Feinwertung hat - dies wäre sehr wahrscheinlich, falls er früh verloren hat und anschließend schlechtere Gegner zugelost bekommt - kann er nicht an A und B vorbeiziehen. A und B können also mit einem Remis Platz 1 und 2 sichern.
Mit der 3-Punkte-Regel haben A und B je 10 Punkte, C folgt mit 9 Punkten. Bei einem Remis von A und B landen beide mit 11 Punkten auf Platz 2 und 3, falls C gewinnt und dann 12 Punkte hat. A und B haben also mit einem Kurzremis deutlich mehr zu verlieren.
2. Ein Kurzremis statt "Spiel um die goldene Ananas" ist heute gängige Praxis. Eine 3-Punkte-Regel würde hieran wohl nichts ändern. Insoweit ist die 3-Punkte-Regel "neutral".
3. "Man verliert bei 3-Punkte-Regel mehr als bei alter Regel"
Sicherlich wird ein Spieler der öfter ein Remis einstreut mit der 3-Punkte-Regel benachteiligt. Bei einem Unentschieden ist das Glas nicht halb voll, sondern zu 2/3 leer, da nur 1 von 3 möglichen Punkten erzielt werden.
Das Gegenteil gilt aber im Fall des Sieges, hier gewinnt man mehr als bei alter Regel, wie es auch das obige Beispiel zeigt.
Wenn ich mich im Spiel in zweischneidiger Stellung zwischen Remisvariante / Remisangebot und einer riskanten unklaren Abwicklung mit Gewinnchancen entscheiden muß spricht derzeit viel für ein Remis. Dies wird durch reichlich Partien bis zum Top-Level belegt.
Mit dem 3-Punkte-Modus wird es aber reizvoller, auf Sieg zu spielen. Wenn ein Spieler dann aus zwei Partien Sieg und Niederlage erspielt hat er einen Punkt mehr als der Konkurrent der zweimal remisiert. Ich denke schon, daß es hierdurch zu mehr ausgekämpften Partien kommt.
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