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Zitat von Enforcer
Das Problem am Schach ist einfach, dass man es verstehen muss, um seinen Reiz zu sehen. Ein schönes Tor, einen schnellen Lauf oder einen weiten Wurf kann jeder erkennen, selbst wenn er sonst nichts von dem Sport versteht. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung versteht den Sinn und Unsinn hinter den Zügen und wegen den dynamischen Körperbewegungen eines Schachspielers wird es sich keiner anschauen ...
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Das ist ja eine weit verbreitete Meinung. Ich halt es allerdings für ein Ammenmärchen.
Das Problem ist meiner Meinung nach das es an guten Schachkommentatoren fehlt.
Im Gegensatz zu Fußball muss ein guter Schachkommentator auch gut Schach spielen können und viele gute Schachspieler zieren sich wohl ihre eigenen schachlichen Gedankengänge freizugeben oder sinnlos darherzuplappern.
Außerdem dürfen die Spieler natürlich nicht den Schachkommentator hören, sondern nur die
anwesenden Zuschauer, was ein Problem darstellt, das noch nicht zufriedenstellend gelöst worden ist. Eine eigene Infrastruktur nur für Schach wäre (im Augenlick

)zu teuer.
Da bräuchte man ein einfach zu transportierendes, aufbaubares und kostengünstiges System um zumindest die wichtigsten Bundesligaspiele im
Fernsehen übertragen zu können. Die zunehmende Kommerzialisierung vom Fussball könnte dem Schach im Fernsehen nützen.
Internetübertragungen sind momentan die kostenvertretbare Lösung, da werden dem Zuschauer allerdings, soweit ich weiß, keine automatische Führung durch die derzeit spannenden Partien mit audiokommentar von einem Schachkommentator geboten. Um die derzeit spannenden "Brettstellungen ohne Spieler" selbst rauszusuchen und von den schriftlichen Kommentaren der anderen Zuschauer die vernünftigsten rauszusuchen bin ich zu faul.
Außerdem wird man wohl nur auf solche Internetangebote aufmerksam wenn man aktiver Schachspieler ist.
Radioübertragungen wären für die meisten Schachspieler wahrscheinlich unbefriedigend.
Meiner Meinung nach muss man Schach nicht können um seinen Reiz zu verstehen, sondern sich nur einbilden können zu verstehen was da abläuft.
Ist natürlich einfacher wenn man ungefähr weiß wie die Figuren ziehen und dass es das Ziel ist den gegnerischen König zu schlagen, aber im Fußball ist es auch einfacher sich einbilden zu können zu verstehen was da abläuft wenn man ungefähr weiß was die rote Karte bedeutet und dass es das Ziel ist den Ball öfter ins gegnerische Tor zu bringen als ins eigene.
Davon abgesehen wissen wie ja viele deutschsprachige die grundlegenden Regeln vom Schach bzw. Fußball.
Wenn man alle Partien von einer Veranstaltung oder Mannschaftskampf zusammennimmt passiert im Schach auch immer etwas.
Ein weiteres Problem ist wohl die mangelnde Berichterstattung von Mannschaftskämpfen im Schach in Zeitungen. Oft mit einer Woche Verspätung und dann oft auch nur in einer Form von einer Tabelle.